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Praxisklinik für Gastroenterologie, Frankfurt am Main

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Nahrungsmittelunverträglichkeit


Nahrungs- und Genussmittel können Erkrankungen auslösen, allgemein bekannt sind das Rauchen, was als Ursache für Lungenkrebs an erster Stelle steht, aber auch Herz- und Gefäßkrankheiten bewirkt, auch Alkohol ist bekannt für seine schädigende Wirkung auf die Leber, bis hin zur Leberzirrhose aber auch Demenz bewirken kann.

Neben diesen bekanntlich schädlich wirkenden Genussmitteln gibt es Nahrungsmittel, die Allergien bzw. Unverträglichkeiten hervorrufen können.

Die häufigsten Nahrungsmittelallergene sind Kuhmilch, Baumnüsse (Haselnuss, Walnuss), Sojabohne, Hühnerei, Erdnuss, Fisch und Meeresfrüchte und Weizen. Diese Nahrungsmittel können bei manchen Menschen schwerste chronische Krankheiten verursachen, zB die eosinophile Ösophagitis, bei der es aufgrund von Entzündungen und dadurch bedingten Einengungen an der Speiseröhre zu schlimmen Schluckstörungen kommen kann (s Kap.), oder die Zöliakie, wo aufgrund einer Glutenallergie, was in Getreideprodukten vorkommt, der Dünndarm sich entzündet und eine Kaskade von Begleiterkrankungen mit Befall der Haut, Leber und auch psychische Erkrankungen mit sich bringt (s Kap.). Nahrungsmittelallergien bzw Unverträglichkeiten können von einfachen Unwohlsein bis hin zum lebensgefährlichen anaphylaktischen Schock die unterschiedlichsten Symptome auslösen, einschließlich psychischer Veränderungen.

Weiterhin gibt es Nahrungsmittel, die uns schneller dick machen und welche, bei gleicher Kalorienzufuhr wohlgemerkt, uns weniger dick machen, welche die unsere Haut straffen, welche die sie schneller altern lassen, welche die unser Immunsystem stärken, welche die Krebs fördern, ich werden auf die Eigenschaften mancher Nahrungsmittel im einzelnen noch eingehen.
Um all die Zusammenhänge besser zu verstehen möchte ich auf die Funktionsmechanismen im Verdauungssystem eingehen.

Nahrungsmittelunverträglichkeit

Die häufigsten Nahrungsmittelallergene sind Kuhmilch, Baumnüsse (Haselnuss, Walnuss), Sojabohne, Hühnerei, Erdnuss,
Fisch und Meeresfrüchte und Weizen. Diese Nahrungsmittel können bei manchen Menschen schwerste chronische
Krankheiten verursachen, z.B. die eosinophile Ösophagitis, bei der es aufgrund von Entzündungen und dadurch bedingten
Einengungen an der Speiseröhre zu schlimmen Schluckstörungen kommen kann oder die Zöliakie, wo aufgrund einer Glutenallergie,
was in Getreideprodukten vorkommt, der Dünndarm sich entzündet und eine Kaskade von Begleiterkrankungen mit
Befall der Haut, Leber und auch psychische Erkrankungen mit sich bringt (s Kap.). Nahrungsmittelallergien bzw Unverträglichkeiten
können von einfachem Unwohlsein bis hin zum lebensgefährlichen anaphylaktischen Schock die unterschiedlichsten
Symptome auslösen, einschließlich psychischer Veränderungen. Weiterhin gibt es Nahrungsmittel, die uns
schneller dick machen und welche, bei gleicher Kalorienzufuhr wohlgemerkt, uns weniger dick machen, welche die unsere
Haut straffen, welche die sie schneller altern lassen, welche die unser Immunsystem stärken, welche die Krebs fördern, ich
werde auf die Eigenschaften mancher Nahrungsmittel im einzelnen noch eingehen.

Histaminintoleranz

Die Symptome vieler Allergien werden durch eine Ausschüttung von Histamin vermittelt. Allerdings kann Histamin auch ohne das Vorhandensein einer Allergie Symptome auslösen. Im Magen-Darm-Trakt wird es deshalb durch einige Enzyme, die als „Diaminooxidasen“ (DAO) bezeichnet werden, abgebaut. Bei Patienten, bei denen diese Enzyme nicht richtig funktionieren, kann es nach der Aufnahme histaminreicher Nahrungsmittel zu Symptomen wie Übelkeit, Blähungen und Bauchschmerzen kommen. Histamin kommt vor allem in Nahrungsmitteln vor, die einen Reifungsprozess durchlaufen haben. Zu diesen zählen Käse, Rotwein, Sauerkraut und viele weitere.

Eine Histaminintoleranz wird vor allem durch die Bestimmung der Menge an DAO, die im Darm vorhanden ist, diagnostiziert. Als Richtwert hierfür wird die DAO-Menge im Blut, die leichter zu bestimmen ist, herangezogen. Folgende DAO-Mengen gelten als Normalwert: 10 – 23 U/ml (U = Units, Einheit die zur Bestimmung herangezogen wird). Als vermindert gilt die DAO bei Mengen zwischen 3 – 10 U/ml, stark vermindert ist sie unter 3 U/ml.
Unter bestimmten Bedingungen, zum Beispiel bei Allergikern oder bei Schwangeren, kann auch eine Erhöhung der DAO auftreten.

Typen der Nahrungsmittelallergie

Wichtig zu wissen, ist das es verschiedene Arten von Allergien bei den Nahrungsmittel gibt, zum einen die IgE vermittelten Allergien, dieses sind Allergiereaktionen auf Nahrungsmittel, die sofort auftreten, dieses ist zB bei Allergien gegen Krustentiere, Fisch, Eiweiß, Nüsse, etc.
Bei den IgE-vermittelten Nahrungsmittelallergien treten die allergischen Symptome meist innerhalb von wenigen Minuten bis zu zwei Stunden auf. Wo im Körper und wie stark sie auftreten ist bei jedem Betroffenen sehr unterschiedlich.
Am häufigsten sind Reaktionen im Mund und Rachenraum, die als oraler Allergiesymptomenkomplex oder Kontakturtikaria der Mundschleimhaut zusammengefasst werden. Hierzu zählen etwa ein pelziges Gefühl auf der Zunge, Juckreiz im Rachen oder eine Lippenschwellung.
Auch die Haut ist bei einer Nahrungsmittelallergie oft betroffen. Sie ist gerötet (Flush), juckt stark (Pruritus), zeigt sogenannte Quaddeln (kleine Erhebungen) und kann zusammen mit darunter liegendem Gewebe angeschwollen sein (Quincke-Ödem).
Ist der Verdauungstrakt, also Magen und Darm, betroffen, leiden Patienten an Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall, und im Bereich der Atemwege macht sich eine Nahrungsmittelallergie in Form von Luftnot oder Husten bemerkbar.
In schweren Fällen kann es schließlich sogar zum Blutdruckabfall und Kreislaufstillstand kommen.
Bei schwer und sehr rasch verlaufenden allergischen Reaktionen, die mindestens zwei Organsysteme (zum Beispiel Haut, Atemwege, Verdauungstrakt, Herzkreislaufsystem …) betreffen, sprechen Ärzte von einer Anaphylaxie oder im schlimmsten Fall von einem allergischen oder anaphylaktischen Schock.

Bei den nicht IgE vermittelten, den T-Zell-vermittelten Allergien stellen sich die Symptome meist erst nach ein bis zwei Tagen ein, es sind verzögerte Reaktionen. Bei der verzögerten Reaktion sind die Symptome oft nicht klar einer Allergie zuzuordnen und es besteht zeitlich kein offensichtlicher Zusammenhang mit dem Milchkonsum. Außerdem gibt es keine klinischen Tests, um diese Allergie zu bestätigen, weshalb diese Art der Allergie sehr schwer diagnostizierbar ist.

Kuhmilch

Bei der Kuhmilchunverträglichkeit handelt es sich im Erwachsenenalter um eine nicht-IgE-vermittelte Allergie, bei der es zu der sogenannten verzögerten Reaktion einer sog. atypischen Allergie kommt.
Die Hauptallergene in der Milch sind Caseine, β-Lactoglobuline und α-Lactalbumin. Weniger häufige Allergene sind Serumalbumin und Immunoglobuline wie z.B. Glycoproteine. In einer klinischen Studie konnte gezeigt werden, dass Homogenisierung von Kuhmilch keinen Einfluss auf die Allergenität der Milch hat. β-Lactoglobuline, α-Lactalbumin, Serumalbumin und Immunoglobuline sind hitzelabil, wobei Caseine hitzestabil sind, weshalb das Erhitzen von Milch nur teilweise die Allergenität reduzieren kann.

Die einzige Möglichkeit der Therapie ist das Meiden von Kuhmilch. Da Milchkonsum gerade bei Kindern sehr wichtig ist, muss eine Milch-Allergie immer von einem Arzt bestätigt werden, bevor man die Milch aus dem Speiseplan streicht. Ist eine Milchallergie diagnostiziert, muß eine geeignete Alternative gefunden werden, um Mangelerscheinungen durch das Weglassen von Kuhmilch entgegenzuwirken.

Zöliakie

Zöliakie kann in jedem Lebensalter auftreten. Etwa 1% der Mitteleuropäer leidet an Zöliakie. Die Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung, welche bei Menschen mit einer genetischen Bereitschaft durch Zufuhr des im Getreide enthaltenen Klebereiweißes (Gluten) auftritt und zur Schädigung der Dünndarmschleimhaut und in der Folge oft zu äußeren Krankheitszeichen führt. Bei Kindern sind dies vor allem Gedeihstörung, abnorme Stühle und verschiedene Mangelerscheinungen. Bei Erwachsenen sind die Krankheitszeichen oft untypisch, zB, Blähungen, Stuhlunregelmäßigkeiten, Blutarmut durch Eisenmangel (Eisenmangelanämie), gehäufte Fehlgeburten oder Osteoporose. Neben diesen typischen und atypischen Verläufen gibt es auch PatientInnen, die völlig beschwerdefrei sind. Zöliakie wird daher häufig als „Chamäleon“ bezeichnet, weil es so unterschiedliche Erscheinungsformen hat. Die Diagnose der Zöliakie wird einerseits aus dem Blut durch Antikörperbestimmung gestellt: die sogenannten Endomysialen Antikörper (EMA) und die Anti-Gewebs-Transglutaminase-Antikörper (tTGA) sind typischerweise erhöht. Zusätzlich müssen bei einer Spiegelung (Gastroskopie) kleinste Gewebsstückchen aus dem Dünndarm entnommen werden (Dünndarmbiopsie) und im Mikroskop untersucht werden, um die Dünndarmschädigung nachweisen zu können. Die einzige derzeit verfügbare Behandlung der Zöliakie ist das Weglassen der krankmachenden Substanz, also eine lebenslange streng glutenfreie Ernährung. Mit dieser Diät sollte erst dann begonnen werden, wenn die Diagnose der Zöliakie gesichert ist.

Reizdarm

Die meisten dieser Patienten haben schon eine „Odysee“ mit etlichen Arztbesuchen, Magen-Darm-Spiegelungen, MRT und Ultraschalluntersuchungen der Bauchorgane, eine komplette Labordiagnostik hinter sich, da all diese Befunde unauffällig waren, lautet die Diagnose Reizdarm. Die meisten dieser Patient sind mit der Diagnose allein gelassen und wissen nicht so recht was sie machen sollen. Einer der Ursachen für Reizdarm sind Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die häufigste ist die Laktoseintoleranz, eine Abbaustörung von Milchzucker (Laktose) bedingt durch ein Enzymmangel, dem Enzym Laktase. Die Abklärung ist sehr einfach mit einem Atemtest. Der Großteil der Asiaten ist von der Laktoseintoleranz betroffen. Aber auch in Europa ist diese Unverträglichkeit recht häufig, gerade in Südeuropa. Die Therapie hierbei ist recht einfach, laktosefreie Produkte verzehren, oder das Enzym Laktase beim Genuss von Milchprodukten einnehmen.
Jedoch haben viele Reidarmpatienten, auch wenn sie auf Laktose verzichten immer noch Beschwerden.

Nahrungsmittelunverträglichkeit beim Reizdarmsyndrom

Glutensensitivität, Kuhmilchunverträglichkeit, Sojaallergie u.s.w.

Gerade die Unverträglichkeit auf Nahrungsmittelproteine macht erhebliche diagnostische Schwierigkeiten, auch wenn manche Patienten nach Verzehr bestimmter Nahrungsmitteln über Beschwerden klagen, war der Nachweis gerade bei diesen atypischen Formen an Allergie bisher nicht möglich.
Verläßliche Labortests fehlen, auch die Hauttestung mit entsprechenden Antigenen ist nicht Aussagefähig. Auch die häufig als Igelleistung angebotenen Laboruntersuchungen auf Nahrungsmittelunteräglichkeiten sind nicht aussagekräftig, da hier IgG-Antikörper untersucht werden, die bei vielen vorhanden sind, ohne eine Allergie auszulösen, sie spiegeln lediglich den Kontakt der Patienten mit den Nahrungsmittel wieder.
In der Literatur werden bei Reizdarmpatienten Diäten beschrieben, unter der die Beschwerden von manchen Patienten sich deutlich bessern, bis zu 40% der Reizdarmpatienten haben laut Literatur wohl eine Nahrungsmittelunverträglichkeit.
Es gibt Menschen, die weder keine Zöliakie, aber trotzdem Beschwerden entwickeln, wenn Sie glutenhaltige Speisen essen. Dies wird als Glutensensitivität (im Englischen: „Non Coeliac Gluten Sensitivity“) bezeichnet. Die Beschwerden sind mannigfaltig und reichen von Magen-Darm Beschwerden wie Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall bis hin zu Müdigkeit, Kopf- , Muskel-, oder Gelenksschmerzen, Taubheitsgefühl, Hautausschlag, Depression und Angst.
Das sogenannten „Reiz-Darm-Syndrom“ eine sehr häufige Erkrankung, bei der trotz chronischer Magen-Darm Beschwerden keine organische Ursache gefunden werden kann.

Eine neue Methode die Nahrungsmittelunerträglichkeit, unter anderem auch die Glutensensitivität aber auch andere Nahrungsmittel zu testen zu testen, ist die Confokale Laserendoskopie (CLE). Hierbei werden die Zellen am lebenden Darm 1000x vergrößert, und die Reaktion der Darmzellen nach Gabe des jeweiligen zu untersuchenden Lebensmittels festgehalten. Mit dieser Methode erhalten wir erstmals verlässliche Daten auf Lebensmittelunverträglichkeit.

Ablauf der Untersuchung auf Nahrungsmittelunverträglichkeit mit der Confokalen Laserendoskopie (CLE)
Wir können prinzipiell alle Nahrungsmittel mit dieser Methode überprüfen. Die Patienten erhalten zur Kontrastierung ein Fluoreszenzfarbstoff (Fluorescein), welches z.B. auch beim Augenarzt zur Abklärung der Netzhautgefäße gegeben wird.
Hiernach wird der Patient unter Sedierung Gastroskopiert, das Endoskop wird bis zum Dünndarm vorgeschoben, dort werden die jeweiligen Lebensmittel getestet, da die Testung einer Lebensmittels etwa 10 Minuten dauert, können maximal nur 4 Lebensmittel getestet werden.
Wir testen häufig folgende Lebensmittel
Weizen, Kuhmilch, Hefe, Soja.
Es können jedoch auch andere Lebensmittel wie Eiweiss, Nüsse, Meeresfrüchte etc. getestet werden.
Sinnvoll ist die Testung bei Patienten mit Diagnose Reizdarm, aber auch bei allergischen Erkrankungen wie z.B. die eosinophile Ösophagitis, bei der wir Wissen, das bestimmte Lebensmittel für die Entzündung an der Speiseröhre verantwortlich sind.

Neue Methode zur Testung einer Nahrungsmittelunerträglichkeit

Eine neue Methode die Nahrungsmittelunerträglichkeit, unter anderem auch die Glutensensitivität aber auch andere Nahrungsmittel zu testen, ist die Confokale Laserendoskopie (CLE). Hierbei werden die Zellen am lebenden Darm 1000x vergrößert, und die Reaktion der Darmzellen nach Gabe des jeweiligen zu untersuchenden Lebensmittels festgehalten. Mit dieser Methode erhalten wir erstmals verlässliche Daten auf Lebensmittelunverträglichkeit.

Ablauf der Untersuchung auf Nahrungsmittelunverträglichkeit mit der Confokalen Laserendoskopie (CLE)

Wir können prinzipiell alle Nahrungsmittel mit dieser Methode überprüfen. Die Patienten erhalten zur Kontrastierung ein Fluoreszenzfarbstoff (Fluorescein), welches z.B. auch beim Augenarzt
zur Abklärung der Netzhautgefäße gegeben wird. Hiernach wird der Patient unter Sedierung Gastroskopiert, das Endoskop wird bis zum Dünndarm vorgeschoben, dort werden die jeweiligen Lebensmittel getestet, da die Testung einer Lebensmittels etwa 10 Minuten dauert, können maximal nur vier Lebensmittel getestet werden.

Wir testen häufig folgende Lebensmittel

  • Weizen
  • Kuhmilch
  • Hefe
  • Soja

Es können jedoch auch andere Lebensmittel wie Eiweiss, Nüsse, Meeresfrüchte etc. getestet werden.

Sinnvoll ist die Testung bei Patienten mit Diagnose Reizdarm, aber auch bei allergischen Erkrankungen wie z.B. die eosinophile Ösophagitis, bei der wir Wissen, das bestimmte Lebensmittel für die Entzündung an der Speiseröhre verantwortlich sind.


Dünndarmzotte mit Epitheldefekt nach Unverträglichkeitsreaktion auf Weizen