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Praxisklinik für Gastroenterologie, Frankfurt am Main

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LiMAx-Test (Leberfunktionstest)

Eine gesunde und gut funktionierende Leber ist wichtig für einen optimalen Stoffwechsel, eine gute Abwehrlage und viel Energie. Entsprechend hat sie einen sehr großen Einfluss auf unser allgemeines Wohlbefinden. Die Leber spielt eine zentrale Rolle für unsere Gesundheit, sie ist das Hauptentgiftungsorgan in unserem Körper. Bei Ausfall der Leberfunktion würden wir in wenigen Tagen sterben. Weiterhin ist sie für den Bau von zahlreichen Proteinen, Abwehrstoffen und auch Zellbestandteilen verantwortlich. Frühzeitige Funktionseinbußen zu erkennen, ist wichtiger Bestandteil für weiteres therapeutisches Vorgehen

Der Limax-Test ist eine neue Methode, um die Leberfunktionskapazität zu erfassen. Dieses ist eine neuartige Methode, mit der es möglich ist, sehr empfindlich die Stoffwechselarbeit der Leber zu bestimmen. Schnittbildverfahren, wie Sonographie, Computertomographie (CT) oder Kernspintomographie (MRT), zeigen die Morphologie der Leber, d.h. wie die Leber aussieht, ob z.B. eine Fettleber vorliegt oder aber Tumoren in der Leber vorhanden sind. Neuere Verfahren wie die Elastographie, auch als Fibroscan bekannt, sind nicht invasive Verfahren, die aufzeigen, ob die Leber fibrotisch umgebaut ist bzw. ob eine Zirrhose vorliegt, was früher nur mit histologischen Methoden, d.h. nur nach der invasiven Leberbiopsie, möglich war. Weitere Techniken, die Leber zu untersuchen, ist die Blutanalyse. Die üblichen Parameter wie GOT, GPT, gGT zeigen, ob eine Leberentzündung vorhanden ist. Komplexe Testparameter im Blut, wie Gerinnungsfaktoren, zeigen Funktionsveränderungen erst im sehr späten Stadium einer Lebererkrankung.

Mit diesem neuen Testverfahren kann zum ersten Mal auch das Ausmaß einer Funktionseinbuße in einer Fettleber erfasst werden und auch der Verlauf hinsichtlich einer Verbesserung, z.B. nach Medikamenteneinnahme.

Dieser Test wurde in der Charité entwickelt und mit großem Erfolg bei leberchirurgischen Eingriffen eingesetzt. Hier diente es dazu abzuschätzen, ob die Restleber nach Entfernung eines Teils der Leber, z. B. bei Tumoren, von der Funktion her ausreicht.

Der LiMAx-Test (maximum liver function capacity) ist ein innovativer Leberfunktionstest, der auf der Verstoffwechselung von 13C-Methacetin durch das leberspezifische Cytochrom-P450-1A2-System beruht und die aktuelle Leberleistung im Augenblick der Messung am Patienten wiedergibt.

Im Rahmen dessen wird dem Patienten 13C-Methacetin intravenös appliziert und erreicht mit dem Blutstrom die Leber. Hier wird 13C-Methacetin letztlich zu 13CO2 verstoffwechselt (Abb. 1), das anschließend über den Blutstrom zu den Lungen transportiert und hier abgeatmet wird.

Die Prozedur ist recht einfach. Der Patient bekommt liegend zu Beginn des Tests eine Atemmaske aufgesetzt. Eine Baseline-Messung, das individuelle Verhältnis von 13CO2/12CO2, wird in der Atemluft durch kontinuierliche Messung mittels spezieller Laseetechnik ermittelt.

Nach Injektion von 13C-Methacetin steigt das Verhältnis von 13CO2/12CO2 entsprechend an und wird in der Atemluft quantifiziert (FLIP[3]). Mittels kinetischer Analyse kann der zeitliche Umsatz von 13C-Methacetin ermittelt werden. Dieses ultrasensitive System ermöglicht es, auch extrem geringe Konzentrationen in der Atemluft nachzuweisen.